Studienabbrecher
Heute werde ich diesen Artikel zum Thema Studienabbrecher nochmals aufgreifen.
- Seit 1992 ist der Anteil der Studienabbrecher mit 30% in den Fächergruppen Naturwissenschaften und Mathematik unverändert hoch. In Mathematik und Chemie kam es seit 1992 bis 2001 sogar zu einer Zunahme. Als Ursachen werden hohe Leistungsanforderungen und falsche Erwartungen der Studienbewerber angegeben. Durch die Umstellung auf Bachelor / Master hat sich nichts geändert.
- Auffällig ist, dass im Gegensatz dazu, die Quote in den Fächern Biologie, Pharmazie und Geographie bei nur 15% (und weniger) liegt!
Kommentar: ich hätte mit fast noch größeren Unterschieden zwischen den einzelnen Fächern gerechnet, den aber zwischen Pharmazie / Biologie vs. andere Nat’wis. nicht erwartet.
Und wenn wir schon bei krassen Gegensätzen sind:
Eine hohe Studienerfolgsrate ist nach wie vor in der Fächergruppe Medizin festzustellen. Der Studienabbruch, der schon unter den Studienanfängerjahrgängen der neunziger Jahre sehr gering ausgefallen ist, hat sich noch weiter vermindert. Lediglich 5 von 100 Studienanfängern schaffen keinen akademischen Abschluss (vgl. Abb. 9). Offensichtlich tragen in dieser Fächergruppe Zulassungsbeschränkungen, transparente Studienstrukturen, hohe Studienmotivation und klare Berufsvorstellungen dazu bei, dass es nur selten zur Studienaufgabe kommt. Enttäuschungen im Studium über die Studieninhalte, die beruflichen Möglichkeiten und die eigenen Leistungsfähigkeiten scheinen sich in Grenzen zu halten.
Zusammenhang: in Pharmazie und Biologie ist der NC ebenfalls üblich.
Studienabbruch beginnt offensichtlich häufig schon vor dem Studium.
Studenten brechen meist wegen Überforderung ab
Die Studienabbrecherquote lag laut Bundesbildungsministerium im Jahr 2006 bei 21 Prozent *). Damit schnitt Deutschland im internationalen Vergleich noch gut ab. In den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) lag die Abbruchquote im Durchschnitt bei 31 Prozent.
Gründe:
- 1/3 scheitert an Leistungsproblemen.
- mangelne Motivation
- Probleme bei der Finanzierung des Studiums (19%)
- unzureichende Studienbedingungen
- berufliche Neuorientierung
- familiäre Probleme
- Krankheit
Die Entscheidung, ein Studium abzubrechen, wird der Untersuchung zufolge in der Regel nicht durch ein Motiv allein bestimmt.
*) Welche Fächer kompensieren Fächer mit Abbrecherquoten >= 50% um auf die 21 zu kommen?
viaStudium: Studenten brechen meist wegen Überforderung ab | Studium | ZEIT ONLINE.

